Akademievorlesungen im Schloss 2018

Flyer 1. Halbjahr 2018
2018_Flyer_AkademieVorl_HJ(1)_neu.pdf
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Di., 29.05., 18.30 Uhr

Prof. Dr. Ulrich Joger

Direktor des Staatlichen Naturhistorischen Museums Braunschweig

Bildautor: Davide Bonadonna

Rhythmen in der Erdgeschichte - Artenwandel und -Aussterben in den letzten 500 Milionen Jahren

 

Große Aussterbeereignisse gab es in der Erdgeschichte mehr oder weniger regelmäßig - ist darin ein Rhythmus zu erkennen? Und wie verhält es sich mit dem "rhythmischen" Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten im Pleistozän?

Diesen Fragen geht Prof. Joger in seinem Vortrag nach. Dabei geht er sowohl auf die mutmaßlichen Ursachen von Klimaschwankungen als auch auf angenommene Degenerationserscheinungen von Tiergruppen, z. B. den Dinosauriern ein.

Di., 12. Juni, 18.30 Uhr           

Prof. Dr. Wolfgang Auhagen

Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften der Universität Halle:


Rhythmus in der Musik

In Berichten über Musik findet man Redewendungen wie „dieser Rhythmus geht in die Beine“, die auch Erfahrungen vieler Musikhörer entsprechen dürften. Aber woran liegt es, dass wir das Bedürfnis haben, uns zu Musik zu bewegen? Welchen Hintergrund haben Formulierungen wie „melodische Bewegung“? Handelt es sich um rein sprachliche Metaphern oder gibt es psychologische Erklärungen für solche Formulierungen?

Der Vortrag gibt einen Überblick über Ergebnisse der musikbezogenen Rhythmusforschung.


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bereits gehaltene Vorträge:


Di., 20. Februar, 18.30 Uhr

Prof. Dr. Evgeni Ponimaskin und Dr. Alexander Wirth

Institut für Celluläre Physiologie der Medizinischen Hochschule Hannover


Ticken wir noch ganz richtig? Biorhythmen im 21. Jahrhundert

In der Natur sind viele Prozesse bei Pflanzen und Tieren vom Licht abhängig und werden durch dieses gesteuert. Im Laufe der Jahrmillionen haben sich deswegen Lebens-rhythmen an den Lauf des Lichts angepasst und mit ihm entwickelt. Evolutionäre Prozesse haben uns Menschen zu tagaktiven Säugetieren gemacht, doch in der modernen Gesellschaft gerät dieser Rhythmus immer häufiger aus der Kehr. Das Licht ist auch heute noch unser stärkster Zeit- geber, allerdings längst nicht mehr nur das Sonnenlicht. Darüber hinaus werden intrinsische biologische Rhythmen von viel mehr Faktoren beeinflusst als nur dem Licht. Neueste Forschung zeigt zum Beispiel, dass alle Organe eigene Uhren haben und eine Desynchronisation derer uns krank machen kann. So sind wir morgens leistungsfähig, mittags brauchen wir eine Pause, nachmittags sollen wir zum Zahnarzt und abends ein wenig Sport machen, bevor wir uns nachts zur Ruhe legen müssen.

 

Di., 13. März, 18.30 Uhr

Prof. Dr. Dietmar Brandes,

Institut für Pflanzenbiologie/Abtlg. Vegetationsökologie der TU Braunschweig, Altpräsident der BWG:


Rhythmen in der Vegetation

Für das Verständnis der Vegetation sind die folgenden Fragen interessant: Wie stimmt die innere Uhr einer Pflanze die molekularen und physiologischen Prozesse auf den sich rhythmisch wiederholenden Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit ab? Um welche Uhrzeit wachsen Pflanzen am schnellsten? Woran kann eine Pflanze rechtzeitig das Herannahen der für sie ungünstigen Jahreszeit erkennen? Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Anpassung der Vegetation in den verschiedenen Klimazonen an die exogenen Rhythmen. Was hat die dendrologische Altersbestimmung mit Vegetationsrhythmen zu tun? Gibt es Barrieren für die Ausnutzung längerer Wachstumsperioden bei Klimaerwärmung und haben sie Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft?

Di., 10. April, 18.30 Uhr

Prof. Dr. Thomas Vogtherr

Historisches Seminar der Universität Osnabrück; Mitglied der BWG:

Der Einfluss des Kalenders auf das Alltagsleben im Mittelalter - Warum Weihnachten am 25.12. gefeiert und vor Ostern gefastet wird

Der Kalender gibt dem Leben einen Rhythmus. Im Mittelalter gestaltete und verwaltete die christliche Kirche den Kalender: Feiertage galten der Erinnerung an biblisches Geschehen, an Heilige und an herausragende Persönlichkeiten der Heilsgeschichte. Der Wochenrhythmus der Schöpfungsgeschichte und die Abfolge der Monate und Jahreszeiten gaben dem Alltag immer wiederkehrende Orientierungsdaten. – Der Vortrag geht der Frage nach, wer für die Festlegung der Kalenderinhalte verantwortlich war und wie die Folgen des Kalenders spürbar wurden. Der Kalender wird als ein Erzeugnis der schriftlichen Hochkultur betrachtet, das tief in die nichtschriftliche Alltagskultur hineinwirkt.

 

Termine 2018

 

Akademie-Vorlesungen im Schloss 1. Halbjahr

"Rhythmus in Natur und Kultur"

 

jeweils dienstags am

29.05. und 12.06.2018

um 18.30 Uhr

 

Kulturinstitut der Stadt Braunschweig, Roter Saal, Schlossplatz 1

38100 Braunschweig

Carl Friedrich Gauß-Kolloquium 2018

"Gesetzmäßigkeiten der Natur und Quellen des positiven Rechts"

 

Freitag, 15.06.2018,

9.00 Uhr

 

Bürgermeisterzimmer des Altstadtrathauses der Stadt Braunschweig, Altstadtmarkt 7

 

Feierliche Jahresversammlung mit Verleihung der Carl Friedrich Gauß-Medaille an

Prof. Dr. iur. Dres. h. c.  Paul Kirchhof

 

16.00 Uhr

Dornse des Altstadtrathauses (geladene Gäste)

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