Flyer Akademie-Vorlesungen 2. Halbjahr 2017
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Akademie-Vorlesungen 2017

"Wellen - Phänomen und Symbol"

 

Ort:

Kulturinstitut der Stadt Braunschweig,

Roter Saal, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

 

Mi., 25.10.

Mi., 15.11.

 

jeweils 18.30 Uhr

 

Mi., 25.10.

Prof. Dr. Annette Tietenberg

Institut für Kunstwissenschaft der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig

 

"Zurück in die Zukunft – Mode, die Wellen schlägt"

Die neueste Mode-Welle ist die Wiederkehr des Space-Looks. Models betreten den Laufsteg in Lagen aus Vinyl, in Cellophan und Alufolie. Die Weltraum-begeisterung macht auch vor Karl Lagerfeld nicht Halt. Zur Präsentation seiner Chanel-Kollektion im Grand Palais in Paris ließ er 2017 eine Rakete starten. Futuristisch hätte man das in der Ära der Moderne genannt. Heute hingegen spricht man von einer Retro-Welle, einer anachronistischen Verbindung von digitalen Entwurfs- und Herstellungstechniken mit einer nostalgischen Sehnsucht nach der längst verblichenen Fortschrittseuphorie der 1960er Jahre. Ausgeworfen wird ein Netz von Rückbezügen.

 

Mi., 15.11.

Prof. Dr. Wulf Herzogenrath

Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste, Berlin

 

"Welle – Wellen-Gewalt, Wellen-Struktur, Wellen-Linie"

Wie kann so etwas Flüssiges und Flüchtiges wie die Wellen des Meeres Thema in der nun einmal eher statischen Bildenden Kunst sein? Was fasziniert Maler wie den am Realen interessierten Gustav Courbet oder den von der Oberfläche der Erscheinung im Licht faszinierten Claude Monet? Welche Wellen malt van Gogh? Wie kann ein Bildhauer dies Thema behandeln? Welchen Einfluss auf die Kunst hat der japanische Holzschnitt „Die Welle“ von Hokusai? Ist der Zeitfluss des Wassers mit den Bewegbild-Möglichkeiten des Films, der Videokunst darzustellen? Welche Linien-spiele entstehen aus der Linienkunst, auch nach dem Jugendstil?

 

 

Terminvorschau 2018:

jeweils dienstags am

20.02., 13.03., 10.04., 29.05., 12.06.

 

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bereits gehaltene Vorträge in 2017:

 

Mi., 08.02.

Prof. Dr. Torsten Schlurmann, Leibniz Universität Hannover:

 

"Von langen und extremen Wellen"

Jedes Jahr fordern Naturkatastrophen Menschenleben und verursachen große materielle Schäden. Die vom Meer ausgehenden Naturgefahren (Tsunamis, Sturmfluten, Extremwellen) werden von geologischen und meteorologischen Ereignissen verursacht und betreffen zumeist die dicht besiedelten Küsten-regionen. Welchen Schutz gibt es? Wie kann man vor den Gefahren warnen? Und nehmen die Risiken zu?

 

Di., 07.03.

Prof. Dr. Karsten Danzmann, MPI für Gravitationsphysik und Leibniz Universität Hannover:

 

"Gravitationswellenastronomie: Töne aus dem dunklen Universum"

Seit Tausenden von Jahren konnten wir das Universum nur sehen, aber nicht  hören. Immer bessere Teleskope haben die Menschen gebaut, um alle Teile des elektromagnetischen Spektrums zu beobachten, und doch fehlte uns bis zum letzten Jahr ein Sinn zur Wahrnehmung des Universums, das Gehör! Das hat sich jetzt geändert. Nach der Entdeckung von Gravitationswellen können wir jetzt zum ersten Mal das Universum auch hören!" Einstein hat diese Wellen als Konsequenz seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vor 100 Jahren vorhergesagt, aber selbst nicht daran geglaubt, dass sie jemals nachweisbar sein würden. Es hätte ihn nicht gestört, wenn er gewusst hätte, dass er sich geirrt hat.

 

Di., 04.04.

Prof. Dr. Thomas Sonar, TU Braunschweig und MBWG:

 

"Mathematische Wellen"

In der Mathematik tauchen Wellen an allen denkbaren und (scheinbar) undenkbaren Stellen auf. In den letzten Jahren waren es die "waveletes", die "kleinen Wellen", die zu ungeahnten Fortschritten in Algorithmen zur Datenkompression geführt haben; bei der Lösung komplexer Gleichungen tauchen plötzlich Wellenerscheinungen auf, und selbst wenn der Mathematiker auf den Straßenverkehr auf unseren Autobahnen schaut, sieht er nichts als Wellen. Aber auch tief im Verborgenen sind Wellen zu finden. So bilden Wellen die Basis von wichtigen abstrakten Funktionsräumen, ohne dass man z. B. die Lösung von Gleichungen der Baumechanik nicht verstehen kann. Mathematische Wellen sind eben überall.

 

Mi., 03.05.

Prof. Dr. Brigitte Glaser, Universität Göttingen:

 

"Wellen in der (englischen) Literatur"

Wellen in der Literatur können einen Schauplatz charakterisieren, haben metaphorische oder symbolische Bedeutung, sind verbunden mit persönlichen Erfahrungen der schreibenden Person und verhandeln historische Begebenheiten.

Einer Einführung zum Gebrauch von Wellen in der Literatur im allgemeinen folgt ein kurzer Überblick zu diesem Motiv in der englischen Literatur, bevor es exemplarisch an ausgewählten Texten der Roman-schriftstellerin Virginia Woolf erläutert wird.

 

Di., 20.06., 18.30 Uhr

Prof. Dr. Martin Koch, Universität Marburg:

 

"TeraHertz-Strahlung"

Terahertz-Wellen können als energiereiche Mikro-wellen oder als langwelliges Licht angesehen werden.

Der Vortrag beleuchtet die verschiedenen Anwen-dungsmöglichkeiten von Terahertz-Messsystemen - von der Grundlagenforschung bis hin zu praktischen Anwendungen.

 

Mi., 27.09., 18.30 Uhr

Prof. Dr. Eckart Altenmüller

Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover

 

"Metamorphosen: Wie aus Schallwellen Musik und Emotionen werden"

Musik hören und emotional erleben ist ein aktiver, Bedeutung konstruierender Vorgang. Musik wahrnehmen ist daher immer auch Gehörbildung und auditives Lernen, das von neuroplastischen Veränderungen der Hirnfunktion und -struktur begleitet ist. In dem Gesprächskonzert werden typische Merkmale emotionaler Musik erläutert und an Werken aus der Flötenliteratur aus drei Jahrhunderten demonstriert.

Wellen - Phänomen und Symbol
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Akademie-Vorlesungen im Schloss "Wellen - Phänomen und Symbol"

 

Kulturinstitut der Stadt Braunschweig, Roter Saal, Schlossplatz 1

38100 Braunschweig

 

Mi., 25.10.,

Mi., 15.11.

 

jeweils 18.30 Uhr

Verleihung des Abt Jerusalem-Preises 2017

 

MMI und Klosterkirche Riddagshausen

Klostergang 53 und 57

38104 Braunschweig-Riddagshausen

 

Di., 21.11.2017, 13.30 Uhr

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