Flyer_Rhythmus in Natur und Kultur
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Akademievorlesungen im Schloss 2018

 

Rhythmus in Natur und Kultur

 

Di., 20. Februar        

Prof. Dr. Evgeni Ponimaskin und Dr. Alexander Wirth

Institut für Celluläre Physiologie der Medizinischen Hochschule Hannover:

 

Ticken wir noch ganz richtig? – Biorhythmen im 21. Jahrhundert

In der Natur sind viele Prozesse bei Pflanzen und Tieren vom Licht abhängig und werden durch dieses gesteuert. Im Laufe der Jahrmillionen haben sich deswegen Lebens-rhythmen an den Lauf des Lichts angepasst und mit ihm entwickelt. Evolutionäre Prozesse haben uns Menschen zu tagaktiven Säugetieren gemacht, doch in der modernen Gesellschaft gerät dieser Rhythmus immer häufiger aus der Kehr. Das Licht ist auch heute noch unser stärkster Zeit- geber, allerdings längst nicht mehr nur das Sonnenlicht. Darüber hinaus werden intrinsische biologische Rhythmen von viel mehr Faktoren beeinflusst als nur dem Licht. Neueste Forschung zeigt zum Beispiel, dass alle Organe eigene Uhren haben und eine Desynchronisation derer uns krank machen kann. So sind wir morgens leistungsfähig, mittags brauchen wir eine Pause, nachmittags sollen wir zum Zahnarzt und abends ein wenig Sport machen, bevor wir uns nachts zur Ruhe legen müssen.

 

 

Di., 13. März 

Prof. Dr. Dietmar Brandes

Institut für Pflanzenbiologie / Abtlg. Vegetationsökologie der technischen Universität Braunschweig; Mitglied der BWG:

 

Rhythmen in der Vegetation

Für das Verständnis der Vegetation sind die folgenden Fragen interessant: Wie stimmt die innere Uhr einer Pflanze die molekularen und physiologischen Prozesse auf den sich rhythmisch wiederholenden Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit ab? Um welche Uhrzeit wachsen Pflanzen am schnellsten? Woran kann eine Pflanze rechtzeitig das Herannahen der für sie ungünstigen Jahreszeit erkennen? Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Anpassung der Vegetation in den verschiedenen Klimazonen an die exogenen Rhythmen. Was hat die dendrologische Altersbestimmung mit Vegetationsrhythmen zu tun? Gibt es Barrieren für die Ausnutzung längerer Wachs-tumsperioden bei Klimaerwärmung und haben sie Auswirkungen auf Land- und Forstwirtschaft?

 

 

Di., 10. April 

Prof. Dr. Thomas Vogtherr

Historisches Seminar der Universität Osnabrück; Mitglied der BWG:

Der Einfluss des Kalenders auf das Alltagsleben im Mittelalter – Warum Weihnachten am 25.12. gefeiert und vor Ostern gefastet wird

 

Di., 29. Mai               

Prof. Dr. Antje Schwalb

Institut für Geosysteme und Bioindikation der TU Braunschweig; Mitglied der BWG:  

Rhythmen in Natur und Kultur in den letzten 4000 Jahren?

 

Di., 12. Juni               

Prof. Dr. Wolfgang Auhagen

Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften der Universität Halle:

Rhythmus in der Musik

 

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Flyer Akademie-Vorlesungen 2. Halbjahr 2017
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Akademie-Vorlesungen 2017

"Wellen - Phänomen und Symbol"

 

Ort:

Kulturinstitut der Stadt Braunschweig,

Roter Saal, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

 

Mi., 15.11., 18.30 Uhr

Prof. Dr. Wulf Herzogenrath

Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste, Berlin

 

"Welle – Wellen-Gewalt, Wellen-Struktur, Wellen-Linie"

Wie kann so etwas Flüssiges und Flüchtiges wie die Wellen des Meeres Thema in der nun einmal eher statischen Bildenden Kunst sein? Was fasziniert Maler wie den am Realen interessierten Gustav Courbet oder den von der Oberfläche der Erscheinung im Licht faszinierten Claude Monet? Welche Wellen malt van Gogh? Wie kann ein Bildhauer dies Thema behandeln? Welchen Einfluss auf die Kunst hat der japanische Holzschnitt „Die Welle“ von Hokusai? Ist der Zeitfluss des Wassers mit den Bewegbild-Möglichkeiten des Films, der Videokunst darzustellen? Welche Linien-spiele entstehen aus der Linienkunst, auch nach dem Jugendstil?

 

 

Terminvorschau 2018:

jeweils dienstags am

20.02., 13.03., 10.04., 29.05., 12.06.

 

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bereits gehaltene Vorträge in 2017:

 

Mi., 08.02.

Prof. Dr. Torsten Schlurmann, Leibniz Universität Hannover:

 

"Von langen und extremen Wellen"

Jedes Jahr fordern Naturkatastrophen Menschenleben und verursachen große materielle Schäden. Die vom Meer ausgehenden Naturgefahren (Tsunamis, Sturmfluten, Extremwellen) werden von geologischen und meteorologischen Ereignissen verursacht und betreffen zumeist die dicht besiedelten Küsten-regionen. Welchen Schutz gibt es? Wie kann man vor den Gefahren warnen? Und nehmen die Risiken zu?

 

Di., 07.03.

Prof. Dr. Karsten Danzmann, MPI für Gravitationsphysik und Leibniz Universität Hannover:

 

"Gravitationswellenastronomie: Töne aus dem dunklen Universum"

Seit Tausenden von Jahren konnten wir das Universum nur sehen, aber nicht  hören. Immer bessere Teleskope haben die Menschen gebaut, um alle Teile des elektromagnetischen Spektrums zu beobachten, und doch fehlte uns bis zum letzten Jahr ein Sinn zur Wahrnehmung des Universums, das Gehör! Das hat sich jetzt geändert. Nach der Entdeckung von Gravitationswellen können wir jetzt zum ersten Mal das Universum auch hören!" Einstein hat diese Wellen als Konsequenz seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vor 100 Jahren vorhergesagt, aber selbst nicht daran geglaubt, dass sie jemals nachweisbar sein würden. Es hätte ihn nicht gestört, wenn er gewusst hätte, dass er sich geirrt hat.

 

Di., 04.04.

Prof. Dr. Thomas Sonar, TU Braunschweig und MBWG:

 

"Mathematische Wellen"

In der Mathematik tauchen Wellen an allen denkbaren und (scheinbar) undenkbaren Stellen auf. In den letzten Jahren waren es die "waveletes", die "kleinen Wellen", die zu ungeahnten Fortschritten in Algorithmen zur Datenkompression geführt haben; bei der Lösung komplexer Gleichungen tauchen plötzlich Wellenerscheinungen auf, und selbst wenn der Mathematiker auf den Straßenverkehr auf unseren Autobahnen schaut, sieht er nichts als Wellen. Aber auch tief im Verborgenen sind Wellen zu finden. So bilden Wellen die Basis von wichtigen abstrakten Funktionsräumen, ohne dass man z. B. die Lösung von Gleichungen der Baumechanik nicht verstehen kann. Mathematische Wellen sind eben überall.

 

Mi., 03.05.

Prof. Dr. Brigitte Glaser, Universität Göttingen:

 

"Wellen in der (englischen) Literatur"

Wellen in der Literatur können einen Schauplatz charakterisieren, haben metaphorische oder symbolische Bedeutung, sind verbunden mit persönlichen Erfahrungen der schreibenden Person und verhandeln historische Begebenheiten.

Einer Einführung zum Gebrauch von Wellen in der Literatur im allgemeinen folgt ein kurzer Überblick zu diesem Motiv in der englischen Literatur, bevor es exemplarisch an ausgewählten Texten der Roman-schriftstellerin Virginia Woolf erläutert wird.

 

Di., 20.06., 18.30 Uhr

Prof. Dr. Martin Koch, Universität Marburg:

 

"TeraHertz-Strahlung"

Terahertz-Wellen können als energiereiche Mikro-wellen oder als langwelliges Licht angesehen werden.

Der Vortrag beleuchtet die verschiedenen Anwen-dungsmöglichkeiten von Terahertz-Messsystemen - von der Grundlagenforschung bis hin zu praktischen Anwendungen.

 

Mi., 27.09.

Prof. Dr. Eckart Altenmüller

Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover

 

"Metamorphosen: Wie aus Schallwellen Musik und Emotionen werden"

Musik hören und emotional erleben ist ein aktiver, Bedeutung konstruierender Vorgang. Musik wahrnehmen ist daher immer auch Gehörbildung und auditives Lernen, das von neuroplastischen Veränderungen der Hirnfunktion und -struktur begleitet ist. In dem Gesprächskonzert werden typische Merkmale emotionaler Musik erläutert und an Werken aus der Flötenliteratur aus drei Jahrhunderten demonstriert.

 

Mi., 25.10.

Prof. Dr. Annette Tietenberg

Institut für Kunstwissenschaft der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig

 

"Zurück in die Zukunft – Mode, die Wellen schlägt"

Die neueste Mode-Welle ist die Wiederkehr des Space-Looks. Models betreten den Laufsteg in Lagen aus Vinyl, in Cellophan und Alufolie. Die Weltraum-begeisterung macht auch vor Karl Lagerfeld nicht Halt. Zur Präsentation seiner Chanel-Kollektion im Grand Palais in Paris ließ er 2017 eine Rakete starten. Futuristisch hätte man das in der Ära der Moderne genannt. Heute hingegen spricht man von einer Retro-Welle, einer anachronistischen Verbindung von digitalen Entwurfs- und Herstellungstechniken mit einer nostalgischen Sehnsucht nach der längst verblichenen Fortschrittseuphorie der 1960er Jahre. Ausgeworfen wird ein Netz von Rückbezügen.

Wellen - Phänomen und Symbol
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Terminvorschau 2018

phaeno-Vortragsreihe

"Zeit"

 

jeweils donnerstags am

08.02., 15.02., 01.03., 15.03., 19.04., 26.04.

um 18.30 Uhr

 

phaeno - Wissenschafts-theater, Willy-Brandt-Platz 1,
38440 Wolfsburg

 

14. Bioethik-Symposium "Roboter im Operationssaal"

 

Mittwoch, 07.02.2018,

14.00 bis 18.00 Uhr

 

Haus der Wissenschaft GmbH

Braunschweig, Pockels-straße 11

5. OG, Raum Veolia/Weitblick

 

Akademie-Vorlesungen im Schloss 1. Halbjahr

"Rhythmus in Natur und Kultur"

 

jeweils dienstags am

20.02., 13.03., 10.04., 29.05. und 12.06.2018

um 18.30 Uhr

 

Kulturinstitut der Stadt Braunschweig, Roter Saal, Schlossplatz 1

38100 Braunschweig

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