Flyer_Akademie-Vorlesungen 1. Halbjahr 2016
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Akademie-Vorlesungen im Schloss "Der Harz als Natur- und Kulturraum"

 

Roter Saal, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig,

jeweils 18.30 Uhr

 

Mi., 15.06.

Prof. Dr. Dietmar Brandes, Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft

 

Virtuelle botanische und kulturhistorische Exkursion entlang der Oker

 

Die Oker entspringt in 910 m und mündet nach knapp   130 km in die Aller. Mit einem Gefälle von 865 m und stark schwankender Wasserfürhung war sie ein gefürchteter Wildfluss, der über Jahrhunderte eine wichtige natürliche Grenze bildete. Die Oker durchfließt zahlreiche Naturräume und berührt viele historisch wichtige Orte. Die Okeraue ist ökologisch hochinteressant, allein die Uferflora beherbergt etwa 25 % der Flora Niedersachsens. Die Oker gehört zu den bestuntersuchten Flüssen Deutschlands.

 

Mi., 26.10.

Dr. Reimar Lacher, Gleimhaus Halberstadt

 

Der Harz in der Malerei

 

Mi., 23.11.

Prof. Dr. Renate Stauf, Institut für Germanistik der

TU Braunschweig, MBWG

 

Philistertum und sentimentale Naturverklärung. Heinrich Heines Harzreise als Spiegel der deutschen Restauration im Vormärz

 

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Bereits gehaltene Vorträge in 2016

 

Mi., 03.02.

Prof. Dr. Thomas Scharff, Historisches Seminar,

TU Braunschweig

 

Der Harz als Herrschaftsraum Mittelalter

 

Der Harz wurde im Mittelalter nur langsam besiedelt. Während des ersten Jahrtausends nach Christi Geburt machten die Menschen eher einen Bogen um das Gebirge, als Reichsforst wurde der Harz von den Königen vor allem für die Jagd genutzt. Im 11. und 12. Jahrhundert änderte sich diese Situation grundlegend: das Krongut im Harz wurde zum Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen Königen und lokalen adligen Familien, in deren Folge eine Vielzahl von Herrschaftsbildungen entstand. Gleichzeitig drangen bäuerliche Besiedelung und Bergbau immer weiter bis in den Oberharz vor, so dass es dort schließlich am Ende des Mittelalters zur Entstehung von Bergstädten kam. Der Vortrag geht anhand von Beispielen den Fragen nach, was die Menschen angetrieben hat, das eigentlich unwirtliche Gebirge zu durchdringen und warum der gesamte Raum verstärkt in Streitigkeiten um Macht und Einfluss hineingezogen wurde.

 

Do., 17.03.

Dr. Hans-Ulrich Kison, Nationalparkverwaltung Harz

 

Walddynamik im Oberharz - Das heutige Vegetationsbild des Oberharzes im Lichte seiner nacheiszeitlichen Geschichte

 

Etwa ein Zehntel des Harzes, und dieses ganz überwiegend im Oberharz gelegen, ist heute als Nationalpark Harz geschützt. Dieser „Entwicklungsnationalpark“ verfolgt das Ziel, Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass eine sekundäre Naturwaldentwicklung einsetzen kann. Reste seiner naturbedingten Vegetation sind noch vorhanden, aber nur als Relikte. Gegenwärtig müssen noch Initialmaßnahmen für die Unterstützung der zukünftigen Entwicklung ergriffen werden, insbesondere zur Förderung der Rotbuche. Diese müssen zum einen an den vegetationsgeschichtlichen Entwicklungen anbinden, die jahrhundertelange Kulturtätigkeit des Menschen berücksichtigen, aber andererseits auch auf aktuelle Fragestellungen reagieren: Welche Rolle spielt die gegenwärtig sehr auffällige und dem Borkenkäfer zugeschriebene Welle des Absterbens der Fichtenbestände? Wird die Fichte auch im Zuge des immer wieder diskutierten Klimawandels im Harz eine Zukunft haben? Wie wird der Wald sein Gesicht wandeln? Der Vortrag will all diese Aspekte aufgreifen und aus Sicht des Großschutzgebietes dessen aktuellen Strategien vorstellen.

 

Mi., 06.04.

Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. mult. Friedrich-W. Wellmer, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover

 

Der historische Bergbau und das Wasserregal im Oberharz

 

Der Blei-/Silberbergbau im Oberharz, im 17. und 18. Jahrhundert eines der großen mitteleuropäischen Industriereviere, geht auf steil stehenden Gängen (Rissen im Gestein) um, geologischen Schwächezonen, die auch immer Wasser führten. Somit musste mit dem Erz immer Wasser gefördert werden, um die Bergwerke trocken zu halten. Hierzu dienten Pumpen, die mit großen Wasserrädern angetrieben wurden. Man brauchte also Wasser als Energie. So entstand über Jahrzehnte ein ausgefeiltes Wasserwirtschaftssystem mit 143 Teichen (heute noch 65 angestaut) und 500 km Gräben und Stollen (Tunnel), seit August 2010 das UNESCO Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaftssystem (auch Oberharzer Wasserregal genannt). Da es oft Wasserknappheiten gab, versuchte man, auch die Windenergie zu nutzen. Der Universalgelehrte Leibniz verbrachte 165 Wochen in den Jahren 1680 bis 1685 in Clausthal, um die Windkraft einzuführen und um das auf Wasser aufbauende System zu verbessern und zu ergänzen - leider erfolglos.

 

Mi., 11.05.

Prof. Dr. Wolfgang Leschhorn,

Historisches Seminar der TU Braunschweig

 

Geprägtes Silber aus dem Harz - Münzen und Medaillen im Herzogtum Braunschweig

 

Die Braunschweiger Herzöge nutzten die Silbervorkommen des Harzes jahrhundertelang zur Prägung von Münzen und Medaillen. Die in den Münzstätten des Harzes produzierten Silbermünzen wurden zur Verbreitung politischer Ideen mit eindrucksvollen Bildmotiven und Aufschriften versehen und flossen in den Geldumlauf des Landes. Hervorragende Künstler schufen aus dem Harzsilber repräsentative Medaillen, die an Staatsgäste und verdiente Bürger verliehen wurden.

 

Wie kann die Integration von Flüchtlingen gelingen? Psychologische Aspekte

 

Audimax, TU Braunschweig, Pockelsstraße 15

38106 Braunschweig

 

Mittwochs, 19.00 - 20.30 Uhr

15.06., 22.06., 29.06. und 06.07.

Akademie-Vorlesungen im Schloss "Der Harz als Natur- und Kulturraum"

 

Roter Saal, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

 

jeweils 18.30 Uhr

Mi., 15.06.

Mi., 26.10.

Mi., 23.11.

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