Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft
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Abt Jerusalem Preis 2021

Zum Gedenken an Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem (1709 – 1789), Theologe der Aufklärung, evangelischer Abt zu Riddagshausen und Mitbegründer des Collegium Carolinum, aus dem die Technische Universität Braunschweig hervorgegangen ist, stiften die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig, die Technische Universität Braunschweig, die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz den Abt Jerusalem-Preis, der für herausragende wissenschaftliche Beiträge zum Dialog der Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften verliehen wird. Der Abt Jerusalem-Preis 2021 wird an Professorin Katharina Zweig verliehen.

Katharina Anna Zweig © Foto: Thomas Koziel/Universität Kaiserslautern

Katharina Anna Zweig

 

Katharina Anna Zweig (geb. 1976) ist Biochemikerin und Informatikerin. Seit 2012 ist sie Professorin für Graphentheorie und Analyse komplexer Netzwerke am Fachbereich Informatik der TU Kaiserslautern. Dort leitet sie das von ihr gegründete „Algorithm Accountability Lab“, das sich mit Fragen der Messung der Qualität und der Fairness von algorithmischen Entscheidungssystemen (ADM Systems), der Überwachung und Regulierung von ADM-Systemen und der Methoden des maschinellen Lernens widmet. An der Schnittstelle interdisziplinärer Diskurse befasst sich Zweig in Forschung und Lehre sowie in ihrem außeruniversitären öffentlichen Wirken mit gesellschaftlich hoch relevanten Schlüsselthemen der Digitalisierung. Dabei erforscht und erprobt sie die heuristische und transformative Kraft der Informatik bei der Wahrnehmung und Bearbeitung komplexer sozialer, medizinischer, politischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Probleme sowie die gesellschaftlichen Einflüsse der Anwendung von KI-Systemen. Im Jahr 2020 gründete Zweig zusammen mit der Philosophin Karen Joisten an der TU Kaiserslautern das CEDIS-Zentrum (Center for Ethics and the Digitalized Society), dessen Ziel es ist, die Chancen und Risiken der Digitalisierung in allen Lebensbereichen mithilfe von ethischen, technischen, sozialwissenschaftlichen und anwendungsspezifischen Forschungsperspektiven zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Zweig war Mitglied der Enquete Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ des Deutschen Bundestags (2018-2020). Auch als Entwicklerin und Koordinatorin des deutschlandweit einzigartigen Studiengangs „Sozioinformatik“ unterstützt Zweig die Erforschung der Auswirkung der Digitalisierung auf Individuum, Organisation und Gesellschaft. Sie erweist sich als Grenzgängerin zwischen den Disziplinen und zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Der außeruniversitären Öffentlichkeit und in sozialen Netzwerken ist Zweig als kreative und verständliche Wissenschaftskommunikatorin bekannt, der es gelingt, die gesellschaftliche Relevanz ihrer Forschung an aktuellen gesellschaftlichen Problemstellungen zu demonstrieren. 

Preiskolloquium und Preisverleihung finden am 26.11.2021 statt.

 

 

 

Aktuelles

Carl Friedrich Gauß-Medaille 2021

© David Ausserhofer

 

Die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft (BWG) verleiht die Carl Friedrich Gauß-Medaille 2021 am 30. April 2021 an Frau

Professorin Dr.
Bénédicte Savoy

Technische Universität Berlin

Web-Seminare:

Akademie-Vorlesungen im Schloss 2021

Dienstag, 27. April 2021, 18:30 Uhr

„Leben auf Sparflamme. Oder: Warum Winterschlaf kein Schlaf ist.“

 

Prof. Dr. phil. nat. Stephan Steinlechner, Institut für Zoologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover

Ein Buch über das Zusammenwirken von natürlicher und künstlicher Intelligenz, das im Springer Verlag erschienen ist, finden Sie hier. Das Buch basiert in großen Teilen auf Ausarbeitungen der auf diesem Symposium gehaltenen Vorträge. Es ist im Open Access frei verfügbar und kann damit einen breiten Leserkreis erreichen. 

 

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