Satzung der

Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft

§ 1

 

Die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft hat durch eigene Tätigkeit und im Zusammenwirken mit anderen Gesellschaften der Wissenschaft zu dienen.

 

§ 2

 

Die Gesellschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ihr Sitz ist Braunschweig. Sie führt ein Dienstsiegel.

 

§ 3

 

Die Gesellschaft hat drei Klassen:

 

   die Klasse für Mathematik und Naturwissen-

   schaften,

   die Klasse für Ingenieurwissenschaften,

   die Klasse für Geisteswissenschaften.

 

§ 4

 

(1) Die Gesellschaft besteht aus ordentlichen und korrespondierenden Mitgliedern.

 

(2) Ordentliche Mitglieder können verdienstvolle Gelehrte werden, die ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben. Sie sind zur regelmäßigen Teilnahme an den Sitzungen des Plenums und ihrer Klassen sowie zur Förderung der wissenschaftlichen Arbeit verpflichtet und gehalten, zu den Publikationen der Gesellschaft beizutragen. Ordentliche Mitglieder, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, werden von den Pflichten entbunden, behalten jedoch ihre Rechte bei. Die Höchstzahl der ordentlichen Mitglieder, welche das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, beträgt:

 

30 für die Klasse für Mathematik und

     Naturwissenschaften,

40 für die Klasse für Ingenieurwissenschaften,

30 für die Klasse für Geisteswissenschaften.

 

(3) Zu korrespondierenden Mitgliedern können ohne Rücksicht auf ihren Wohnsitz verdienstvolle Gelehrte berufen werden, denen eine regelmäßige persönliche Teilnahme an den Sitzungen und Arbeiten der Gesellschaft nicht möglich ist. Sie können an allen Sitzungen teilnehmen, haben aber kein Stimmrecht. Die Zahl der korrespondierenden Mitglieder ist nicht beschränkt.

 

(4) Ordentliche Mitglieder, die ihren Verpflichtungen nicht nachzukommen vermögen, können die Überführung in den Status eines korrespondierenden Mitglieds beantragen. Von ordentlichen Mitgliedern, die ohne gerechtfertigten Grund vier aufeinanderfolgenden Sitzungen des Plenums oder ihrer Klasse ferngeblieben sind, muss angenommen werden, dass sie ihren Verpflichtungen nicht mehr nachzukommen vermögen. Auf Vorschlag ihrer Klasse kann durch den Verwaltungsausschuss die Mitgliedschaft in die eines korrespondierenden Mitglieds umgewandelt werden.

 

§ 5

 

Die Mitglieder werden auf Vorschlag von mindestens drei ordentlichen Mitgliedern und nach Antrag der zuständigen Klasse durch das Plenum in geheimer Abstimmung gewählt.

 

(1) Auf die Mitgliedschaft kann durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Präsidenten/der Präsidentin verzichtet werden.

 

(2) Ein Mitglied kann wegen ehrenrührigen Verhaltens ausgeschlossen werden. Für das Verfahren gelten die Vorschriften über die Wahl.

 

§ 6

 

(1) Im Plenum und in den Klassen berichten die Mitglieder über eigene Arbeiten und die ihrer Mitarbeiter, die ordentlichen Mitglieder auch über Arbeiten anderer. Der/ Die Vorsitzende kann zum wissenschaftlichen Teil der ordentlichen Sitzungen Gäste einladen, die von einem ordentlichen Mitglied eingeführt sind.

 

(2) Das Plenum hält in jedem Jahr mindestens eine Hauptsitzung ab. Es hört und erörtert Rechen-schaftsberichte. Zu den Hauptsitzungen sind auch die korrespondierenden Mitglieder einzuladen.

 

(3) Das Plenum beschließt über die Geschäftsordnung, die Druckschriftenordnung, die Bestimmungen zur Verleihung der Gauß-Medaille sowie über Änderungen dieser Satzung.

 

§ 7

 

Die Gesellschaft gibt die „Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft“ sowie ein „Jahrbuch“ heraus. Einzelheiten regelt die Druckschriftenordnung.

 

§ 8

 

Die Gesellschaft kann darüber hinaus eigene Forschungsarbeiten durchführen, Forschungsarbeiten ihrer Mitglieder oder Dritter unterstützen, wissenschaftliche Stellungnahmen abgeben und wissenschaftliche Tagungen, Symposien sowie Vorträge veranstalten. Um der Öffentlichkeit Einblick in wissenschaftliche Probleme zu geben und sie mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Arbeit bekanntzumachen, veranstaltet die Gesellschaft auch öffentliche Vorträge. Ferner kann die Gesellschaft wissenschaftliche Schriften und Berichte herausgeben oder ihre Herausgabe unterstützen.

 

§ 9

 

Die Gesellschaft verleiht, in der Regel jährlich zum Geburtstag von Carl Friedrich Gauß am 30. April, die „Carl-Friedrich-Gauß-Medaille“. Das Verfahren regeln die besonderen Bestimmungen für die Verleihung der Gaußmedaille

 

§ 10

 

(1) Die Leitung der Gesellschaft obliegt dem Präsidenten/ der Präsidentin. Er/Sie beruft die Sitzungen des Plenums ein, stellt die Tagesordnung fest, leitet die Verhandlungen, hat bei allen mündlichen Abstimmungen für den Fall der Stimmengleichheit die entscheidende Stimme, führt den Vorsitz in allen Ausschüssen - soweit nicht andere Regelungen getroffen sind - , unterzeichnet die Sitzungsprotokolle und sorgt für die Ausführung der Beschlüsse. Er/Sie vertritt die Gesellschaft nach außen und hat die Aufsicht über die Geschäftsführung im Benehmen mit den Vizepräsidenten/-präsidentinnen.

 

(2) Der Präsident/Die Präsidentin wird aus dem Kreis der ordentlichen Mitglieder durch das Plenum in geheimer Abstimmung für die Amtsdauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Amtsdauer.

 

(3) Die Gesellschaft hat zwei Vizepräsidenten/ -präsidentinnen. Die Stellvertretung des Präsidenten/der Präsidentin obliegt dem/der dienstälteren Vizepräsidenten /-präsidentin. Die Vizepräsidenten/-präsidentinnen vertreten sich gegenseitig. Zu den Aufgaben eines/einer der beiden Vizepräsidenten/-präsidentinnen gehören vornehmlich die Geschäftsführung sowie die Veranstaltung öffentlicher Vorträge. Dem/Der anderen obliegt insbesondere die Herausgabe der Veröffentlichungen der Gesellschaft.

 

(4) Für die Wahl der Vizepräsidenten/-präsidentinnen gilt Abs. (2) entsprechend.

 

(5) Die Wahl des Präsidenten/der Präsidentin und der Vizepräsidenten/-präsidentinnen erfolgt so, dass in jedem Jahr eine der jeweiligen Amtszeiten endet.

 

§ 11

 

(1) Die Leitung der Klassen obliegt den Klassenvorsitzenden; § 10 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend.

 

(2) Die ordentlichen Mitglieder jeder Klasse wählen aus ihrem Kreis in geheimer Abstimmung die Klassenvorsitzenden für die Amtszeit von drei Jahren so, dass jedes Jahr einer der Klassenvorsitzenden ausscheidet. Wiederwahl ist zulässig. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Amtsdauer.

 

(3) Die Klassenvorsitzenden werden durch ihre Vorgänger/ -innen im Amt vertreten.

 

§ 12

 

Der Präsident/Die Präsidentin, die Vizepräsidenten/ -prasidentinnen und die Klassenvorsitzenden bilden den Verwaltungsausschuss. Dieser hat die Aufgabe, über Arbeitsvorhaben und Arbeitsweise der Gesellschaft zu beschließen, den Haushaltsplan aufzustellen und über Inventar und Vermögen der Gesellschaft im Rahmen der Beschlussfassung des Plenums zu verfügen. Der Präsident/ Die Präsidentin kann zur Beratung des Verwaltungsausschusses Mitglieder der Gesellschaft und andere Persönlichkeiten hinzuziehen, deren Teilnahme im Interesse der Gesellschaft liegt.

 

§ 13

 

(1) Der Haushaltsplan ist vor Beginn des Haushaltsjahres (Kalenderjahr) aufzustellen und vom Plenum zu beschließen.

 

(2) Überschüsse früherer Jahre verbleiben der Gesellschaft; sie sind im Haushaltsplan auszuweisen.

 

(3) Die Gesellschaft hat nach Ende eines jeden Haushaltsjahres eine Rechnung aufzustellen. Die Rechnung ist, unbeschadet einer Prüfung durch den LRH nach § 111 LHO, durch ein in einem ordnungsgemäßen Vergabeverfahren ermittelten Wirtschaftsprüfungsunternehmen, zu prüfen. Die Prüfung soll sich auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie auf die wirtschaftliche und satzungsgemäße Verwendung der Mittel erstrecken.

 

(4) Das Plenum beschließt ferner über die Entlastung des Verwaltungsausschusses. Die Entlastung bedarf der Genehmigung des MWK und des MF.

 

§ 14

 

(1) Zu Wahlen und Beschlussfassungen gemäß § 13 Abs. 1 und 4 muss mindestens die Hälfte der Anzahl der ordentlichen Mitglieder unter 70 Jahren anwesend sein.

 

(2) Die Wahlen und die Beschlüsse über Satzungsänderungen erfordern eine Stimmenmehrheit von zwei Dritteln aller anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Führt bei der Wahl des Präsidenten/der Präsidentin und der Vizepräsidenten/-präsidentinnen der erste Wahlgang zu keiner Zweidrittelmehrheit, so findet sofort ein zweiter Wahlgang statt. Wird auch hierbei die Zweidrittelmehrheit nicht erzielt, so ist in einem dritten Wahlgang gewählt, wer die absolute Mehrheit erreicht. Notfalls ist eine Stichwahl durchzuführen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

 

(3) Bei den übrigen Beschlussfassungen und sonstigen Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der stimmberechtigten Anwesenden.

 

(4) Ordentliche Mitglieder können ihr Stimmrecht durch schriftliche Vollmacht auf ein anderes ordentliches Mitglied übertragen; in diesem Fall gelten sie als anwesend.

 

§ 15

 

(1) Die Wahl des Präsidenten/der Präsidentin und der Vizepräsidenten/-präsidentinnen bedarf der Bestätigung durch die Landesregierung.

 

(2) Der Haushaltsplan und Änderungen dieser Satzung bedürfen der Genehmigung durch die Landesregierung.

 

(3) Das Ergebnis der Wahlen der ordentlichen Mitglieder und der Klassenvorsitzenden, der Ausschluss eines Mitglieds und der Verzicht eines Mitglieds auf die Mitgliedschaft sind der Landesregierung anzuzeigen.

 

 

Übergangsbestimmungen *

 

Die Satzung tritt mit dem Tag der Genehmigung in Kraft.

 

Um eine Verzahnung der Amtsdauer im Präsidium zu gewährleisten, gilt bei den ersten Wahlen, dass die Amtsdauer für den Präsidenten/die Präsidentin 3 Jahre, für den einen Vizepräsidenten/die eine Vizepräsidentin 2 Jahre und für den anderen Vizepräsidenten/die andere Vizepräsidentin 1 Jahr beträgt.

 

Vortragsreihe

"Wasser - Lebens-grundlage und Konflikt-stoff"

 

Do., 08.06., Mo., 10.07., Do., 10.08., Mo., 04.09., Mi., 04.10.,  

jeweils 19.00 Uhr

Sa., 07.10.: Exkursion

Zeit: 8.00 - 18.00 Uhr

 

Veranstaltungsort:

Haus der Wissenschaft

Pockelsstraße 11

38106 Braunschweig

Akademie-Vorlesungen im Schloss "Wellen - Phänomen und Symbol"

 

Kulturinstitut der Stadt Braunschweig, Roter Saal, Schlossplatz 1

38100 Braunschweig

 

Di., 20.06.

 

jeweils 18.30 Uhr

13. Bioethik-Symposium "Nahrungsmittelproduktion und Tierwohl"

 

Haus der Wissenschaft Braunschweig, Pockels-straße 11, 5. OG, Raum Veolia/Weitblick

 

Mittwoch, 21.06.2017,

14.00 bis 18.00 Uhr

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